# Seal U DM-i bekommt in Deutschland mehr Reichweite — und einen schärferen Preis
BYD zieht beim Seal U DM-i nach. Zum Modelljahr 2026 rückt der Plug-in-Hybrid mit einer überarbeiteten Akkuversion in die deutschen Schauräume — und der Einstiegspreis sinkt spürbar. Ab sofort steht das SUV laut Hersteller mit 41.990 € in der Preisliste, vorher waren es 43.990 €. Klingt nach wenig. Im umkämpften Mittelklasse-PHEV-Segment ist es eine Ansage.
was sich technisch geändert hat
Der Seal U DM-i, in China als Song Plus DM-i seit Jahren ein Bestseller, kommt in Europa weiterhin in zwei Akkugrößen. Die Boost-Variante hat eine 18,3-kWh-Blade-Batterie, die Comfort-Version legt mit 26,6 kWh nach. Neu ist eine Software-Anpassung am Energiemanagement, durch die BYD die WLTP-Reichweite rein elektrisch von 125 auf bis zu 130 km hebt. Die Systemleistung bleibt bei 160 kW in der Frontantriebsvariante, der kombinierte Verbrauch wird mit 1,1 l/100 km plus 15,8 kWh/100 km angegeben.
Auch beim Laden wurde nachgebessert. Gleichstrom mit bis zu 18 kW war bisher der Knackpunkt — daran ändert sich nichts, das bleibt für ein modernes PHEV in dieser Preisklasse mager. An der heimischen Wallbox lädt der Akku einphasig mit 7 kW, ein dreiphasiger Lader bleibt Wunschdenken. Wer den Seal U als Pendlerfahrzeug auf der Kurzstrecke einsetzt, kommt damit klar. Auf langen Touren über die Autobahn zeigt sich die Schwäche.
der Preis ist die eigentliche Nachricht
Mit 41.990 € für die Boost-Ausstattung unterbietet BYD jetzt fast jeden vergleichbaren Plug-in-Hybrid in der Kompakt-SUV-Klasse. Ein VW Tiguan eHybrid startet rund 7.000 € höher, ein Toyota RAV4 Plug-in liegt jenseits der 50.000-€-Marke. Die Comfort-Version mit dem größeren Akku ruft 45.990 € auf — auch hier eine Korrektur nach unten um zwei Tausender.
Die Fachpresse ordnet den Schritt als Reaktion auf zähe Verkaufszahlen ein. Im ersten Quartal 2026 lagen die BYD-Zulassungen in Deutschland zwar deutlich über dem Vorjahr, blieben aber unter den eigenen Ambitionen. Der Tenor in den großen Auto-Magazinen: BYD muss den Preis schärfen, weil die Marke hierzulande noch keinen Vertrauensbonus genießt. In Branchenanalysen wird zudem darauf verwiesen, dass die EU-Zölle auf chinesische Elektroautos den reinen Stromer Seal teurer machen — der Plug-in-Hybrid fällt nicht unter diese Sonderzölle und kann deshalb aggressiver positioniert werden.
was Besitzer in den Foren berichten
In den einschlägigen Community-Foren ist die Stimmung gemischt, aber überwiegend pragmatisch. Gelobt wird die Verarbeitung, das großzügige Platzangebot mit 552 l Kofferraum und die serienmäßige Ausstattung inklusive Wärmepumpe, 360-Grad-Kamera und beheizbaren Vordersitzen. Kritik gibt es für die DC-Ladeleistung und die Bedienlogik des großen Touchscreens. Wer ohne Schnickschnack ein solides Familien-SUV mit Steckdose sucht, findet im Seal U laut Community-Tenor ein faires Angebot — wer technisch auf der Höhe sein will, schaut sich woanders um.




